Wohnungswechsel

Auf- und Weitergabe

Die Vorgangsweise für die Aufgabe einer bezogenen Wohnung ist in Ihrem Mietvertrag festgeschrieben. Die genaue Vorgangsweise hinsichtlich der Übergabe wird Ihnen mittels separatem Schreiben mitgeteilt.

Für Fragen steht Ihnen unser Team für Wohnungswechsel zur Verfügung.

Die Weitergabe der Wohnung ist nur mit Zustimmung der EGW gestattet.

Kündigung

Unabdingbare Voraussetzung für eine Wohnungsauf- oder Weitergabe ist in eine schriftliche Aufkündigung Ihres Mietvertrages. Dieses Dokument bedarf einer eigenhändigen Unterschrift und muss daher per Post oder persönlich überbracht werden. Ein Formular Wohnungskündigung ist online abrufbar.  Zu beachten ist die vereinbarte Kündigungsfrist, die in Ihrem Mietvertrag festgeschrieben ist und im Regelfall drei Monate beträgt.

Bei der Weitergabe von geförderten Wohnungen gilt ein striktes Verbot für die Einschaltung von Maklern.

Eintrittsrechte

Über die gesetzlichen Eintrittsrechte hinaus bietet die EGW ihren Kunden erweiterte Eintrittsrechte. Wenn Sie diese Absicherung Ihrer Rechtsstellung in Anspruch genommen haben und über die entsprechenden Bestätigungen Ihrer Bauvereinigung verfügen, liegt es nun an Ihnen, den festgeschriebenen Nachfolgewunsch einzulösen. Danach bestimmt sich, ob die Miete gleich bleibt oder in gesetzlich zulässigem Ausmaß erhöht wird.

Investitionsablösen

Wenn Sie in die Qualitätsverbesserung (etwa Fenster, Heizung, Elektroinstallationen) Ihrer Wohnung investiert haben, sollten Sie dies durch Rechnungen konzessionierter Gewerbebetriebe nachweisen können. Zu beachten ist dabei, dass ein Anspruch auf Ablöse bei Investitionen im Zusammenhang mit Heizung und Elektroinstallationen maximal innerhalb von 10 Jahren erfolgen kann, bei Fenstern, sofern diese mit Fördermitteln installiert wurden,  innerhalb von maximal 20 Jahren.

Kein Rechtsanspruch besteht bei einer Wohnungsaufgabe auf den Ersatz für Sonderausstattungen oder Einrichtungsgegenstände. Unzulässig sind weiters Ablösen für Wohnungsverbesserungen, die durch die Bauvereinigung veranlasst wurden (etwa Heizungseinbau). Weitere Einzelheiten lesen Sie unserer Rechtsinformation Verbotene Ablösen.

Gas- und Elektroinstallationen

Ziel der EGW ist es im Zuge von Neuvermietungen sicherzustellen, dass die Wohnung einem zeitgemäßen Wohnstandard entspricht, etwa durch den nachträglichen Einbau einer Heizung oder durch Anpassungen der Gas- und Elektroinstallationen an die aktuellen Sicherheitsstandards. 

Finanzierungsbeitrag

Die Abrechnung des Finanzierungsbeitrages (Eigenmittel) regelt das WGG (Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz). Diesem zufolge erhalten Sie den von Ihnen geleisteten Finanzierungsbeitrag ("Eigenmittel") minus 1 Prozent "Verwohnung" pro Jahr (Wertminderung) zurück. Desweiteren werden von diesem Betrag eventuelle offene Forderungen abgezogen.

Nach einem Todesfall

Nach einem Todesfall des Hauptmieters verständigen Sie bitte möglichst rasch Ihre Hausverwaltung (Online-Formular Anzeige eines Todesfalls). Wir sind bestrebt, Ihnen rasch einen Überblick über die neue Situation zu verschaffen.

Nach Vorliegen des Gerichtsbeschlusses (Einantwortungsurkunde, Rotsiegelbeschluss) ersuchen wir Sie, diesen an uns zu übermitteln und in der Folge die weitere Vorgangsweise mit unserer Hausverwaltung zu besprechen.

Die Abhandlung der Verlassenschaft kann durch eine Amtsbestätigung beschleunigt werden, welche schon vor der Einantwortungsurkunde die Rückstellung der Wohnung ermöglicht. Wir empfehlen, hinsichtlich dieser Amtsbestätigung beim zuständigen Notar nachzufragen. Die Regelung der Abrechnung bleibt trotz diesem Vorgang jedoch noch offen.

Nach dem Ableben eines Hauptmieters gelten als eintrittsberechtigte Personen laut Mietrecht: die Ehegatte in, die Lebensgefährtin, Verwandte in gerader Linie einschließlich der Wahlkinder und die Geschwister des bisherigen Mieters sofern diese Personen "ein dringendes Wohnbedürfnis haben und schon bisher im gemeinsamen Haushalt mit dem Mieter in der Wohnung gewohnt haben."

Darüberhinaus gelten im die Regelungen für erweiterte Eintrittsrechte.

PKW-Stellplatz

Sofern der Mietvertrag für einen PKW-Stellplatz (Garagenplatz) nicht ohnehin Bestandteil des Wohnungsmietvertrages ist, kann dieser im Zuge einer Wohnungsauf- oder weitergabe grundsätzlich nicht weitergegeben werden – auch nicht bei einer direkten Übergabe oder bei einer Weitergabe innerhalb der Familie. Ausnahmen bestehen hingegen nach einem Todesfall, einer Scheidung oder durch die Auflösung einer Lebensgemeinschaft durch Erklärung – in diesem Fällen gilt ein Recht auf Übertragung/Übernahme des Stellplatzes.

  1. Um einen Stellplatz muss schriftlich angesucht werden - Formular
  2. Jede Anmeldung wird nach dem Prinzip des Einlanges gereiht und auf die Warteliste gesetzt. Bei Frei werden eines Stellplatzes kommt der jeweilige Erstgereihte zum Zug. Nehmen Erstgereihte die Einladung zum Vertragsabschluss nicht innerhalb einer angemessenen Frist wahr, erlischt ihre Vormerkung ohne weitere Verständigung.
  3. Wünsche nach einem Stellplatztausch innerhalb der Wohnhausanlage werden bevorzugt behandelt.